Der Westen, Putin und die Ukraine _

  • Gesagt wurde, dass der Weizen mit LKWs zu dem Containerschiff gebracht wurde. Da würde ich aber mal vermuten, dass das normaler Usus ist, der eigentlich nicht besonders erwähnenswert ist.

    ja kann man erwähnen, ist normalerweise Schüttgut. Also LKW/Bahn wird schon normal sein, Containerschiffe nicht.


    Warum die Ukraine den Weizen nur schwer auf die Schiene bekommt
    Europa will der Ukraine dabei helfen, auf Straßen und Schienen Millionen Tonnen Getreide außer Landes zu bekommen. Die Koordinierung aber steht noch am Anfang…
    www.capital.de

    Frei nach Dieter Nuhr
    Das Internet ist zum Lebensraum der Dauerbeleidigten geworden, die immer einen Grund finden, anderen irgendetwas vorzuwerfen, um sich selbst moralisch zu erhöhen.

  • Serviceposting für Cura.
    Normalerweise wird Getreide von LKW, die neben der Erntemaschine herfahren, aufgefangen, dann in Lagerhallen oder Silos zwischengelagert.
    Wenn eine Bahnverbindung vorhanden ist, wird das gleich als Schüttgut auf Wagons verladen. Falls nicht fährt halt nochmal ein LKW das Zeugs zu einem Bahnhof.
    Und dann wird das Getreide entweder am Hafen nochmals in riesigen Lagerhallen oder Silos zwischengelagert oder gleich on-demand vom Eisenbahnwagon in einen Bulkcarrier gesaugt.

    Bei längeren Fahrten (Indonesien, Australien, Südamerika) wird das Getreide auch in speziellen Containern transportiert.
    Da muss man halt aufpassen, weil Getreide bei Feuchtigkeit aufquillt, Gerüche aufnimmt, schimmeln kann...

    Wer zuerst "Datenschutz" sagt, hat verloren.

  • So genau wollte ich es jetzt auch wieder nicht wissen. ^^


    Ich kann mich täuschen, manches was vermehrt aus der Ukraine kommt hat für mich inzwischen was von Satire, zumindest Slapstick.


    Die Staatsmänner der drei wirtschaftstärksten Staaten kommen in Kiev an und die Sirenen gehen los. Echter Luftalarm oder Begrüssungskonzert, um die Dramatik zu erhöhen? Die drei Angereisten im feinen Zwirn, der Held der Ukraine wie gehabt im grünen Armee-T-Shirt, Fotos, die zeigen, dass der Herr Selensky anscheinend noch Zeit findet sich in der Muckibude fit zu halten.


    https://cdn.prod.www.spiegel.de/images/17fb2f67-88d0-4f1f-bbc8-b911d70394e8_w948_r1.778_fpx47_fpy25.webp

    Je kümmerlicher die Eidechse ist, desto mehr strebt sie danach, ein Krokodil zu werden.

    Äthiopische Volksweisheit.

  • Eher Dramatik.
    Es ist ja nicht so, dass Russland nicht über Raketen, die der amerikanischen Tomahawk in nichts nachstehen, verfügen würde. Die russischen Raketen können +/- 10 m genau treffen.
    Wollten die den ukrainischen Präsidenten ermorden, dann wäre der längst tot.

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  • Jo, er sagt laut, was viele wohl inzwischen denken.


    Körpersprachenmässig würde ich das so interpretieren: "Bist Du jetzt hierher gekommen, um mit mir über das Wetter zu plaudern?


    Je kümmerlicher die Eidechse ist, desto mehr strebt sie danach, ein Krokodil zu werden.

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  • Spiegelmeldung von heute 9 Uhr 11:

    >> Der ukrainische Chefunterhändler David Arachamija will Ende August nach der Durchführung von Gegenangriffen die Friedensverhandlungen mit Moskau wieder aufnehmen. Ende August werde die Ukraine eine bessere Verhandlungsposition haben, sagte er in einem am Samstag erschienenen Interview mit dem Sender Voice of America. »Ich denke, wir werden eine Operation mit Gegenangriffen an verschiedenen Orten führen«, erklärte Arachamija, ohne Details zu nennen.


    >> »Ich denke, wir werden eine Operation mit Gegenangriffen an verschiedenen Orten führen«

    Könnte, oder wird im Klartext heissen: Wir rechnen damit, dass die Russen die kleine Delle an der Verteidigungslinie im Dombas schliessen werden und wenn das geschehen ist, werden die Russen sich auf die Verteidigung des Eroberten einstellen müssen. Die dahinterstehende Drohung, alles natürlich mit voller Unterstützung der restlichen Welt, an die Russen: "Wir werden Euch aus dem Dombas in Richtung Krim und von dort aus ins Meer vertreiben". So oder so ähnlich. Und wenn ihr Russen dann den Rückwärtsgang drinhabt, haben wie ne bessere Verhandlungsposition. Damit rechnen wir so Ende August.

    Ob die, welche die Ukraine aufrüsten sollen, dieses Gedankenspiel so mitmachen? Es sieht immer mehr danach aus, als würde die '"Lust am Untergang" so langsam nachlassen.

    Je kümmerlicher die Eidechse ist, desto mehr strebt sie danach, ein Krokodil zu werden.

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  • Von Trump abgeguckt?


    Der hat bei dem Händeschüttelritual auch immer versucht es so zu machen, dass sein Gegenüber ihm entgegenkommen musste, um sein "Überihmstehen" zu demonstrieren. Und dann hat auch er mit seinem Patchhändschen immer so fest zugegriffen und nicht mehr losgelassen, auch um zu demonstrieren, dass er der Herr der Lage ist.


    Und bei unserem Bundeskanzler hab ich immer den Eindruck, dass er sich am liebsten dafür entschuldigen würde, dass es ihn gibt.


    https://cdn.prod.www.spiegel.de/images/58b3f7af-6472-4053-85b5-b5bc397f97af_w616_r1.5_fpx52_fpy28.jpg

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    Einmal editiert, zuletzt von cura ()

  • Also irgendwie interpretierst Du da in das Bild was rein, was ich so überhaupt nicht sehen kann.


    "entgegenkommen muss". Sicher? Ich würde mal sagen, das ist nur ein Bild. Er steht links, ist Rechtshänder, Scholz ist auch Rechtshänder. Noch näher kann er nicht ran, denn dann verdeckt er Marcon. Es ist nur ein Bild, wer sagt denn, dass die Hand nicht noch weiter ausgestreckt wurde? Die andere Frage, die sich in dem Bild auch stellen würde: Warum steht Scholz so weit weg? Und nochmal, Rechtshänder, beide. Da ergibt sich das zwangsläufig. Die Frage eben nur, warum alle da stehen, wo sie stehen. Selenskyj kann nicht weiter in die Mitte, Macron eben.


    "nicht mehr loslassen".... Möglich. Kann es aber auch möglich sein, dass die Presse noch nicht fertig war und schlicht noch andere Journalisten ein Foto wollten? Ist es nicht überall in der Promiwelt oder auch bei irgendwelchen besonderen Aktionen mit Presse vor Ort so, dass spezielle Handlungen (Händedruck, Umarmung, andere Gesten), übertrieben lang ausgeführt werden, nur damit eben jeder der Journalisten ein "gutes" Foto machen kann?

  • Spiegelmeldung von heute 9 Uhr 11:

    >> Der ukrainische Chefunterhändler David Arachamija will Ende August nach der Durchführung von Gegenangriffen die Friedensverhandlungen mit Moskau wieder aufnehmen.

    Da ist aber einer mächtig optimistisch. ^^ Ende August? Vielleicht hat der Russe in 2 Monaten schon die halbe Ukraine eingenommen, weil ihm langweilig war?

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  • >> Es ist nur ein Bild, wer sagt denn, dass die Hand nicht noch weiter ausgestreckt wurde?


    Ja, es ist nur ein Bild, aber das macht die Wirkung aus, die es ausmachen soll. Scholz kommt ziemlich unbeholfen rüber, Macron lacht, er kennt das Theater schon von Trump.


    Aber soo bierernst will ich das gar nicht nehmen. ;)

    Ist sowieso alles inzeniertes Kasperletheater. Fehlt noch, dass die ersten mit umgehängten Gasmasken vor die Kameras treten, um zu demonstrieren, was sie dem Putin so alles an Bösem zutrauen und unter welch dramatischen Umständen sie ihren Job ausüben müssen.


    Ein Neurowisssenschaftler hat sicher seiner Freunde beim Betrachten der Fotos. PR-Berater möglicherweise auch.

    Hat jemand in den letzten Monaten Selensky mal lächelnd oder gar lachend gesehen?

    Und die Baerbock CC? Interessant, wie bedeckt die Fakelträgerin der Menschenrechte sich jetzt im Falle von Assange hält. Assange? Wer ist das nochmal?

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  • Wenn einem die Vergangenheit auf die Füsse fällt. Und, wenn man auf berechtigte Fragen keine Anwort hat.

    Und wenn es wo nicht darum geht, wer in der Vergangenheit zu viel Nähe zu Putin gesucht hat.


    Der Titel könnte aber genausogut lauten: Wie wir die Welt spalten.


    Ukraine-Krieg: Wie Wladimir Putin die Welt spaltet
    Die globale Unterstützung der Ukraine im Kampf gegen Russland ist eine Illusion: Viele Länder in Lateinamerika, Afrika und dem Nahen Osten unterstützen den…
    www.spiegel.de

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  • Zitat

    "

    Darüber hinaus gibt es eine ganze Reihe von Ländern in der Welt, deren Führer seit Jahren darüber nachdenken, warum die Amerikaner andere Länder angreifen dürfen und sie nicht. Jetzt sehen sie, dass es nicht nur die Amerikaner können."

    aus Curas Link -

    am eindrucksvollsten ist dieser Abschnitt, die Konsequenz ist erschreckend.

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  • Und er vermutet die Richtung, die auch ich befürchte:




    Zitat

    Aber mit Weizen und afrikanischen Kindern bekommen das humanitäre Eingreifmotiv und die völkerrechtliche Legitimation einer Fregatte natürlich einen ganz anderen Drive! Noch traut sich ja keiner so recht, seine Leitartikler- und Talkshow-Ehre auf die Karte »Für die Kinder in Afrika – Hauen wir die Weizen-Route frei!« zu setzen. Aber wir arbeiten daran.


    Krisenrhetorik: Vom Drohen und Warnen – Kolumne von Thomas Fischer
    Eine inflationär verwendete Figurette der Volksbelehrung ist das Ankündigen verschiedenster Übel und Unglücke. Welche Botschaften stecken dahinter?
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  • Jo, der Krieg in der Ukraine könnte der letzte "Stellvertreterkrieg" gewesen sein, wobei ja diesmal nur eine Partei sich stellvertreten lässt, die USA und Europa. Waum sollte der Rest der Welt diesen Block also unterstützen? Die Folge dieses Krieges wird sein, weil in Schlepptau der USA, dass Europa isolierter denn je sein wird, von einer Abhängigkeit in eine noch grössere, teurere. Einzig Spanien und Portugal werden noch die Möglichkeit haben die Beziehungen zu Mittel- und Südamerika zu normalisieren. Dazu wird es aber notwendig sein, dass Europa sich mehr von den USA und ihrem Weltpolizeianspruch abgrenzt, der ja nichts anderes ist als die Durchsetzung ihrer Interessen und nicht unserer in Europa.

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  • Der Schienenweg nach Kaliningrad wird jetzt blockiert, ist die nächste Eskalationsstufe.

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  • Meine Nerven, war auch das Erste was ich dachte, als ich das gelesen hab. Litauen macht sich wieder mal wichtig, plustert sich auf.


    Die im Osten, die besser den Ball etwas flacher halten sollten, fühlen sich inzwischen als die Fettaugen auf der Brotsuppe, weil sie von sich behaupten das mit Putin immer besser gewusst zu haben.


    Die Polen wollen jetzt bei sich ein Freiluftmuseum eröffnen. Es soll zerstörtes Kriegsgerät der Russen zeigen. Und wenn es dann genug Polen gesehen haben soll es eine Wanderausstellung werden. Dann soll der ganze Schrott z. B. nach Madrid gekarrt werden. Die ukrainischen Häuptlinge sind natürlich sehr dafür. Wie könnte es auch anders sein?

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  • Die Russen sind auch nicht wirklich begeistert von der litauischen Aktion.

    Russland hat Litauen »offen feindselige« Beschränkungen des Bahnfrachtverkehrs in die russische Exklave Kaliningrad vorgeworfen. Sollte der Frachttransit zwischen Kaliningrad und dem Rest Russlands über litauisches Gebiet nicht rasch vollständig wiederhergestellt werden, behalte sich Russland »das Recht auf Handlungen zum Schutz seiner nationalen Interessen vor«, erklärte das Außenministerium in Moskau am Montag, berichtete AFP.

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  • Da haben wir wieder das Beispiel von der Strasse, dass es im Kleinen ist wie im Grossen. Wenn ein Hänfling die grosse Klappe riskiert, weil er sich vom grossen und gefürchteten Bruder geschützt fühlt. Das Problem: Wenn der grosse Bruder selbst weiss, dass der Kleine besser die Klappe gehalten hätte, aber sich jetzt genötigt sieht das Gesicht des Kleinen zu wahren.


    So werden die Kleinen mit der grossen Klappe dann zum Problem für die Nato, ein Zurückpfeifen könnte als Uneinigkeit ausgelegt werden. Will Litauen den Natoverteidigungsfall provozieren? Oder will es sich bloss wichtig machen? ist eigentlich egal, denn beides könnte jetzt zum neuen Problem werden.

    Dass die Aktionen von den Santionsmassnahmen gedeckt sind ist bisher nichts als eine Behauptung. Bisher hat sich keiner von den Sonstigen gewagt dazu was zu sagen und wie es scheint, sind die Aktionen auch nicht mit den Übrigen abgesprochen. Und schlecht vorstellbar, dass die davon begeistert sind.

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