Crowdfarming

  • Industriell brauchst du halt Monokulturen, der Aufbau ist einfach wesentlich anfälliger für Parasiten. Wenn hier ein Strauch steht, dort ein Baum und dort drüben Busch, schützen die sich ja durch ihre Individualität schon. Bei den Mengen muss das Industriell gemacht werden. So zum "technischen" Aspekt.


    Geil sehen die Orangen aus.

  • Ist wie das "Obst vom Bodensee", also die Äpfel. Ich habe da lange gewohnt. Die Bäume gesehen, auch Wildbäume. Das Zeug schmeckt gut, richtig gut. Die wachsen einfach. Aber das für den Verkauf? Nee, da ist es anders. Da wird getan und gemacht, dass das ja perfekt ist. Hier in der Norma aktuell, 5kg Äpfel, 2,99 Eur. Wenn man am Bodensee die direkt vom Erzeuger kauft, dann kosten die so 2,20 pro Kilo! Frische Ware, gestern vom Baum, können Macken haben, aber sind eben "pur".


    Der Beutel hier ist also billiger als das Original. Klar, weil die eben nicht am Baum bleiben, bis sie reif sind, sondern schon vorher geendet wurden. Auch da habe ich berufliche Erfahrungen. Sage nur Schraud & Baunach. Nix gegen die Firma, die macht nur, was der Kunde will, das perfekte Produkt, aber so ist das halt. Da wird Zeug eingekauft, das noch nicht reif ist, landet dann in Reifekammern, wo es Tage oder Wochen bleiben muss, damit es dann an den Kunden gehen kann und eben alles "gleich" aussieht.

  • cura die haben auf Deutsch geantwortet.

    Aber mal um ALLE Fragen zu beantworten ein paar Bilder

    Das Schriftstück lag der Kiste bei.

    Das was ihr da seht ist der Rest der 10 Kilo. Hab meinen Brüdern auch was mitgegeben, auch für die Kinder.

    Auf dem einem Bild halte ich das in der Hand, mir kommen die auch etwas grösser vor. Wie ihr seht sind zB die Nippel nicht sauber an den Orangen. Das stört natürlich nicht, das ist halt nicht aus dem Supermarkt wo man sowas dann liegen lassen würde.


    Cura, da steht auch genau wo die herkommen :)

    wenn etwas möglich erscheint mach ich das, wenn das nicht klappt gehts ans unmögliche und ansonsten das undenkbare.
    Ich denke, also BING ich!


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  • Jo, die sehen ja ordentlich aus.


    Dass die so hoch aus dem Norden kommen sollen ist natürlich ungewöhnlich.


    Gut, das Schreiben wird wohl ein Standardschreiben sein, welches sie sich einmal von einem Deutschsprachigen haben aufsetzen lassen.


    Was meinst Du denn mit Nippel? Das untere Ende? Das ist bei Orangen, die am optimalen Punkt ihres Wachstums sind normal. Supermarktqualität heisst in diesen Fall, dass die Käufer gar nicht mehr wissen, wie ne ordentliche Orange aussieht. Für den Export werden die Früchte vor diesem optimalen Punkt des Wachstums (und damit sie nicht von selbst runterfallen) abgeerntet und sollen dann abgeerntet nachreifen.


    Kratzer an der Schale haben mit Sicherheit nichts mit dem Wetter zu tun. Kratzer an der Schale haben meist die Orangen, die von selbst vom Baum fallen (und das sind nicht wenige), die dürfen lt. spanischem Gesetz wegen eines möglichen Baktierienbefalls nicht mehr verkauft oder verwendet werden. Aufgesammelt und verkauft werden sie trotzdem.


    Ohne etwas schlechtreden zu wollen, bei allem was mit Spanien und den Spaniern zu tun hat, sollte höchstes Misstrauen angebracht sein. Ich weiss mittlerweile wovon ich rede. Die empfinden Beschiss, Mogeln nicht als Täuschung oder Betrug, das ist Teil der Menthalität, darüber machen die sich keinerlei Gedanken. Gleiches gilt für die Korruption, das Arbeiten, Kaufen und Verkaufen ohne Rechnung. Die sehen das schlicht als Zusatzverdienst, der ihnen zusteht.


    Im Fall des von mir geschilderten Beuy-Fleisches, des Verkaufs über die Website carnedebeuy (mittlerweile weg), haben die Reporter den Besitzer des Fleischhandels gefragt, ob das, was er in alle Welt verschickt wirklich dieses hochwertige Fleisch ist. Und der hat, ohne auch nur einen Augenblick zu zögern jovial zugegeben, dass es Fleisch von Kühen und alten Milchkühen ist: "Wieso, ist doch nichts dabei, machen doch alle so". Klar, is doch ganz normal, dass man Fleisch, falsch etikettiert, zum vielfachen Preis verkauft. Warum nicht, wenn es geht?


    In einem anderen Fall sind die in Spanien in die Branche der Hersteller dieser Eiweissprodukte reingegangen. Dicke Arme sind in Spanien gerade gross in Mode. Auch hier: Alles Lug und Trug. Keine der Angaben auf den Beipackzetteln stimmte auch nur halbwegs. Wo 40% Eiweiss draufstand waren 10% drin. Der Rest, billige Ersatzstoffe. Dass die Käufer Müll statt Eiweiss schlucken? Wen interessierts? Hauptsache die Kasse stimmt.


    Und selbst die Käufer regen sich darüber nicht sonderlich auf. Sie würden es an deren Stelle ja genauso machen.


    Erinnert sich noch jemand an den Skandal mit dem Pferdefleisch in der Lasagne? Das waren auch Spanier. In guten Zeiten hatten sich viele aus Prestigegründen Pferde angeschafft. Meist ganz, ganz viele. Als es dann knallte konnten sie die Gäule nicht mehr ernähren. Pferde, welche sie vorher für tausende von Euros gekauft hatten gingen für 200 zum Schlachter. Bald wussten die Fleischhändler nicht mehr wohin mit dem Pferdefleisch. Also haben sie es reisen lassen, quer durch zig Länder Europas, bis niemand mehr so wirklich wusste, was fürne Sorte Fleisch da eigentlich unterwegs ist. Und weil es dann niemand mehr so richtig wusste, wurde es dann mit anderen Fleischsorten zu Hackfleisch verarbeitet, gepresst, verkauft und weiterversandt.

    Die zehn Gebote sind deswegen so kurz und logisch, weil sie ohne Mitwirkung von Juristen zustande gekommen sind. > Charles de Gaulle

  • ein Schreiben.. also das was du gefragt hattest, kam per Mail das die Ernte wegen schlechten Wetters sich verzögert. Muss da wohl geregnet haben.


    Kam auf Deutsch

    wenn etwas möglich erscheint mach ich das, wenn das nicht klappt gehts ans unmögliche und ansonsten das undenkbare.
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  • Völlig off, aber weil ich in diesem Fred von dieser "Equipo investigation" gesprochen hab.


    In dem Beitrag gestern hatten die sich die Stellung von Behinderte in der Arbeitswelt vorgenommen.


    In Spanien muss ab 50 Beschäftigten der Behindertenanteil 2% betragen und die dürfen nicht diskreminiert werden, sind zu behandeln wie jeder andere auch, der diesselbe Arbeit macht wie sie. Das wird teilweise versucht mit Gesellschaften innerhalb der Firma zu unterlaufen.


    Angefangen hattense mit dem Königspalast, welcher der grösste in Europa ist. Wusste ich nicht, aber da sind wir mal wieder beim Hang zum Übertreiben.


    Dort arbeiten 1500 Menschen, 80 davon Behinderte.


    Und kaum hatten sie den ersten dort angesprochen, warense schon wieder drin im Wespennest.


    Keiner mit Behindertenstatus wollte vor der Kamera sprechen oder sein Gesicht zeigen.


    Auf Einladung sind dann aber alle im verdunkelten Studio eingelaufen, sie hatten sich Anonymität zusagen lassen.


    Und jetzt stellte sich heraus, dass sie für die Hälfte des Salärs arbeiten mussten, die ein Nichtbehinderter für dieselbe Arbeit erhält.


    Sie hatten alle durchweg ne 50 bis 55-Stundenwoche und erhielten ein Salär von monatlich 550 Euro.


    Viele arbeiteten seit langer Zeit ohne Arbeitsvertrag, obwohl diese in Spanien ebenso vorgeschrieben sind wie in Deutschland.

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  • Was hat BIO mit Schönheit zu tun? BIO ist nur die Aufzucht. Die schmeißen auch weg, was nicht dem "Standard" entspricht. Wenn schon musste zu Demeter, da bekommst auch u-förmige Karotten.

    Nein; das ist unsinn. Obst und gemuese wird nach der ernte sortiert. Die sachen die "schoen" aussehen kommen teuer in den supermarkt. Fruechte die etwas unfoermig sind oder leichte dellen haben werden z.b. gepresst und als orangensaft verkauft, oder geschaelt in dosen verpackt, oder zerkleinert und zu fruchtjogurt hinzugegeben usw.

    Weggeworfen wird da praktisch nichts.

  • Nee, das ist kein Unsinn. Das mag mit Obst oder eben Orangen so sein, aber nicht mit Salat und Gemüse. Nicht bei Großerzeugern. Das Zeug, das nicht der Norm entspricht, bleibt direkt auf dem Feld, wird untergeflügt und dient höchstens noch als biologischer Dünger.

  • Wer auf Olivenöl steht, sollte jetzt in den produzierenden Ländern kaufen. Der Preis ist im freien Fall, selbst für beste Qualität, liegt i. M.bereits so ca. 50% unter dem des Vorjahrs. Schuld? U.a. Trump und sein Getöns. Auch so ein Nachteil der Globalisierung. Wenn einer verrückt spielt...

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