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Steuerhinterziehung durch google?
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Und da ist es wieder, wir sind die guten, wir tun was für die Welt, also dürfen wir auch die gesetzlichen Rahmen soweit für uns ausdehnen, wie es nur irgendwie geht - selbst wenn es vom Gesetzgeber so nie gedacht war. Sein Pech.
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wenn es im rechtlichen Rahmen ist, stimmen halt die Gesetze nicht und man muss diese anpassen
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Einige Gesetze verdienen sicherlich eine exaktere Formulierung. Auf der anderen Seite jedoch gilt immer noch der Grundsatz "so wie es gemeint sein muss". Es leiden alle darunter, wenn jeder Furz gesetzlich geregelt ist. Es steht auch nirgendwo, Du darfst Dich nicht in meiner Küche häuslich niederlassen, wenn die Tür sperrangelweit aufsteht. Tust Du es?
*edit*
Schlechtes Beispiel, selbst das ist bereits geregelt, aber ich denke, Du weißt, worauf ich hinaus will
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Gerade im Steuerrecht läuft doch sehr viel falsch.
Könnte so einfach sein, wenn eine Firma da Steuern zahlen muss, wo der Hauptsitz ist und um bei der Internetwerbung zu bleiben, eben auch dort, wo Google seinen Hauptsitz hat, nämlich in den USA
Diese ganzen Tochtergeseelschaften machen das doch alles erst möglich.Da wird immer von den guten Investitoren gesprochen, aber wenn die dort keine billigeren Arbeitskräfte bekommen würden und niedrige oder gar keine Steuern bezahlen brauchen, würden sie auch nicht investieren, denn der Transport nach dort, wo sie jetzt investieren,wäre dann billiger, weil sie das Meiste eh wieder zurück importieren
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Nehmen wir an, es gäbe ein armes Land mit annähernd null Industrie und so billigen Arbeitskräften, dass alle internationalen Firmen dort ihre Produktionsstätten hätten. Nach Deiner Theorie würde dieses Land dann vollends geschröpft und ginge am Ende dennoch als einziger völlig leer aus.
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nicht ganz, weil es sich nicht immer rechnet.
Auch der Imageverlust, Arbeiter auszubeuten, sollte nicht unterschätzt werden.Wenn alle oder sehr viele Firmen dort ihre Produktionsstätten hinbauen, würde auch die Infastruktur belebt werden. Das schafft wieder neue Arbeitsplätze und wenn es mal eine negative Arbeitslosigkeit gibt, wird sich das auch auf den Lohn auswirken.
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Hier in DE ist die Wirtschaft doch dankbar, dass es Arbeitslose gibt, sondern könnten sich die Arbeitnehmer aussuchen, wo sie arbeiten wollen
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Ich kann diese schmierigen, arroganten, sinnfreien Vorträge langsam nicht mehr hören. So langsam glaub ich, dass all denen der Erfolg so zu Kopf gestiegen ist, dass dadurch jeder Bezug zur Realität verlorgen gegangen ist.
>> Erst im April dieses Jahres rechtfertigte Google-Chef Eric Schmidt gegenüber der BBC niedrigen Steuerzahlungen in Großbritannien und erklärte, sein Unternehmen spiele schließlich eine "Schlüsselrolle" bei der Entwicklung des Internethandels und sorge so für "viel Wirtschaftswachstum" in Großbritannien.
Die scheinen wirklich zu glauben, dass mit ihnen auch die Welt unterginge, das Internet sowieso. Grössenwahn am Maximum.
G der grosse "Wirtschaftswachstumschaffer" in aller Welt. Klar doch, was würden die Wirtschaften der Länder dieser Welt nur alle ohne G tun? Ein vielfaches von diesen arg bescheidenen Beiträgen, diese in den einzelnen Wirtschaftsräumen beitragen, schaffense an Geldmitteln aus dem Land und entziehen es dem Geldumlauf dieser Wirtschaftsräume. Und das kann man jetzt nicht wirklich "Förderung" des Wirtschaftswachstums nennen.
>> wenn es im rechtlichen Rahmen ist, stimmen halt die Gesetze nicht und man muss diese anpassen _
Das Problem ist halt immer KAW, dass mit einem Gesetz oder auch Anpassungen nicht alle Eventualitäten miteinbezogen werden können. Das war schon immer so und wird sich auch nie ändern, die "Ganoven" mit den juristischen Beratern sind der Gesetzgebung und Rechtsprechung immer einen oder zwei Schritte voraus. Ist wie im Internet, erst wenn das Virus vollständig erkannt ist, kann damit begonnen werden es zu bekämpfen.
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Diese '"schmierige" Wortwahl wird aber leider immer mehr überall zur Normalität.
Gestern gesehen, eine Werbung von der AXA zur Absicherungen der Altersvorsorge.
Ansprache an die Kunden "Lassen Sie keine Fragen offen".
"HÄH?", frage ich mich da, "sollte das nicht eigentlich die Aufgabe meines Beraters sein"?
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Zitat von cura;43117
Ich kann diese schmierigen, arroganten, sinnfreien Vorträge langsam nicht mehr hören. So langsam glaub ich, dass all denen der Erfolg so zu Kopf gestiegen ist, dass dadurch jeder Bezug zur Realität verlorgen gegangen ist.
Habs ja gestern auch gelesen und mußte nur denken, das mir das eigentlich keinen Kommentar wert ist...
Die Argumentation mit "der Schlüsselrolle" ist sowas von... LOLDann braucht jetzt IBM kaum Steuern zahlen, weil die den PC entwickelt haben?
Oder Bayer, weil sie Medikamente erfunden haben und herstellen?
Oder Mecedes-Benz, weil der Daimler mal das Auto miterfunden hat?
Oder Krupp, weil die so guten Stahl gekocht haben?
Oder DeBeers, weil die den Diamantenmarkt im Sack haben?Wenn es morgen kein google mehr gäbe, dann würde in einem Jahr kein Mensch mehr davon reden, weil genug andere - vielleicht sogar bessere - Anbieter mal aus den Startlöchern kämen.
Das, was google in Irland an Steuern bezahlt, hilft dem Land ja wohl kaum irgendwie aus der Misere: Ich kenne genug deutsche "bessere" Mittelständler, die mehr Steuern in DE zahlen - und die fahren keine Milliardengewinne ein^^
Und so wahnsinnig viele Angestellte beschäftigt google auch nicht... -
Zitat von cura;43117
Das Problem ist halt immer KAW, dass mit einem Gesetz oder auch Anpassungen nicht alle Eventualitäten miteinbezogen werden können. Das war schon immer so und wird sich auch nie ändern, die "Ganoven" mit den juristischen Beratern sind der Gesetzgebung und Rechtsprechung immer einen oder zwei Schritte voraus. Ist wie im Internet, erst wenn das Virus vollständig erkannt ist, kann damit begonnen werden es zu bekämpfen.Ein typisches Beispiel dieser Trickserei - und dann noch legal. Versucht das Loch zu schließen haben viele ....
Muss man gesehen haben !!!
*** Link veraltet ***Thementangierend:
In einem anderem Zusammenhang schrieb ich mal, dass zur Lösung von Problemen eine (gemäßigte) Diktatur nicht die schlechteste Staatsform ist.Vom Thema abweichend aber als Beispiel. In den Großstädten der Republik Kongo waren Plastetüten die durch die Gegend flogen ein Problem, hängt sicherlich auch mit der Bildung und Mentalität der Bewohner zusammen, aber die haben das Problem gelöst - Plastebeutel verkaufen/verschenken wurden verboten und wer es trotzdem macht bekommt auf die Finger. Du siehst dort nicht ein Tüte mehr rumfliegen. 3 Monate und Problem gelöst.
In Deutschland wird über Jahre von hochbezahlten Juristen an einem Gesetzentwurf gearbeitet, der 20 Cent als Mindestpreis für die selben Tüten festlegen soll, der Gesetzentwurf passiert dann Ausschüsse und wird womöglich im Bundesrat abgelehnt.Die Essenz? Wer das eine will muss das andere mögen?
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Zitat
Muss man gesehen haben !!!
Hab ich gestern im TV gesehen... Da dachte ich mir auch - na danke.. -
>> Muss man gesehen haben !!!
Jo Guppy, das is mir vor einiger Zeit schonmal über den Weg gekommen. Da hab ich auch gedacht: "Aber Hallo".
Das Perverse an dem Ganzen ist ja: Da werden Juristen auf Staatskosten zu Juristen ausgebildet, diese verkaufen sich dann für gutes Geld an irgendwelche Trixer, um den Staat der sie vorher finanziert hat auszutricksen. Und das ist das Schlimme an den meisten Juristen, wenn es von der Gesetzgebung her noch legal ist, kommen moralische Zweifel erst gar nicht auf. Und Scrupel schon gar nicht. Würde morgen die Todesstrafe wieder eingeführt, würden übermorgen die ersten Köpfe rollen.
Aber es gibt auch Ausnahmen. In Spanien müssen die Richter das unzulängliche Gesetz zu Zwangsräumungen halt anweden, weil es nunmal Gesetz ist und täglich Zwangsräumungen von Immobilien unterfackeln. Diese Juristen flehen die spanische Regierung und somit den Gesetzgeber fast schon an etwas zu tun und den dortigen Immobiliensektor nicht zum Immobilienparadies für Banken (Originalsprache) verkommen zu lassen.