Ot aus Corona

  • ...weil Beamte (und Anwälte?) zu doof sind Vakanzen in den Verträgen, welche sie aushandeln + unterschreiben, zu berücksichtigen.


    Diese Klage und nun aktuelle Entscheidung des BGH ist so unnötig, dass sie es nicht wert ist bei den "News" untergebracht zu werden. Es steht zu vermuten, dass da geklagt werden musste, weil ja klar ist, wer für die Kosten dieses Nonsensverfahrens aufkommen muss: Der Steuerzahler.


    Das Erste was jeder lernt, der sich mit Vertragsrecht, Schuldrecht befasst ist: Verträge sind grundsätzlich einzuhalten.


    Und der BGH muss diesen Ochsen von Beamten nun auch noch mitgeben worauf sie auch selbst hätten kommen können: Wenn schon unnötig angemietet, muss man ja nicht zwangsläufig leerstehen lassen. Gerade jetzt im Winter wären sicherlich viele froh ein Dach über dem Kopf zu haben.

    https://beispiel.rocks/www.faz…digt-werden-16503206.html

    Eat the rich giants.

  • _ womit ich nicht sagen will, dass ich dieses Urteil in diesem und ähnlichen Fällen falsch finde.


    Aber; in Spanien werden für "geringere" Sexualstraftaten gerade Strafen verhängt, die, nach meiner Meinung, durch nichts mehr gerechtfertigt sind, womit wir wieder beim spanischen Hang zur absoluten Übertreibung wären.


    Da stehen gerade drei Fussballspieler eines Vereins vor Gericht, die es mit einer 14jährigen getrieben haben. Den sogenannten Tathergang will und kann ich nicht beurteilen, was aber bemerkenswert ist, ist das was die Staatsanwaltschaft als Strafmass fordert: 38 Jahre. Für die meisten Tötungsdelikte gibt es wesentlich weniger.


    Ein anderer Fall erregt die spanischen Gemüter seit längerer Zeit, da geht es um ein Delikt, welches einer Gruppe vorgeworfen wird, die sich "La manada" (das Rudel) genannt hat. Das hört sich jetzt schlimmer an, als es ist. Das waren halt vier Typen, die alles zusammen gemacht haben, darunter ein Militär, einer von der Guardia Civil und ein Frisör. Die haben in Pamplona, bei bekannten Stiertreiben, besoffen eine Jugendliche aufgegriffen, die anscheinend auch nicht mehr ganz nüchtern war und haben es im "Rudel" mit der getrieben. Da gab es Gefängnisstrafen von 15 Jahren, was für so ein Delikt auch schon heftig ist. Aber; das ist vielen Spaniern, hier besser Spanierinnen, noch nicht genug. Sie gehen dagegen auf die Strasse.


    Zur Erklärung: Es handelt sich nicht um Vergewaltigungen mit angewandter Gewalt, es wurde "nur" die (behauptete) Willenslosigkeit ausgenutzt, was auch juristisch schon einen kleinen, feinen Unterschied ausmacht.


    Da müssten normalerweise Juristen in anderen EU-Staaten mal langsam anfangen nachzufragen, was da los ist und auch eine Postillie wie z. B. der Spiegel.


    Aber im Moment ist überall eine höchst gefährliche Tendenz zu Höchsstrafen bei der Justiz allgemein zu erkennen, wie z. B. das Lebenslänglich für diese Raser in Berlin, es wird dem "Volk" aufs Maul geschaut. Im Sinne eines Rechtstaats sollten Juristen, in diesem Fall Richter, sich davon aber nicht beeinflussen lassen. Die Justiz und die Presse sollten eigentlich in der Verantwortung sein dafür zu sorgen, dass ein Rechtsstaat nicht in einen Unrechtsstaat abgleiten kann.


    Wohin es führen kann, wenn die Deppen so laut schreien, dass sie Mehrheiten hinter sich aufbauen können, sehen wir ja gerade in den USA.


    https://beispiel.rocks/www.spi…hststrafen-a-1302689.html

    Eat the rich giants.

  • Mal vorab, für mich rangiert dieser Weinstein irgendwo zwischen abstossend und widerlich, aber was da in diesem Missbrauchsprozess abgeht ist schon mehr als sonderlich.


    Da fühlen sich Frauen missbraucht, die sich von ihm haben missbrauchen lassen und die mit ihm weiterhin Kontakt gehalten haben.


    So ein bissl kommt es ja in derartigen Konstellationen auch auf den Empfängerhorizont an und welcher Eindruck sollte denn bei dem Verhalten der sich nun missbraucht Fühlenden bei diesem Weinstein entstehen, doch zumindest der, dass diese Frauen darauf eingehen, weil sie sich davon etwas erhoffen. So in etwa also eine Winwin-Situation.


    Da sagte heute eine Schauspielerin, dass sie sich weiter auf ihn eingelassen hätte, weil sie ihrem Freund, ebenfalls Schauspieler, nicht schaden wollte.


    Und das jemand in einem Hotel eine klassische, auch mit finaler Gewaltanwendung, Vergewaltigung riskiert, wenn er damit rechnen muss, dass es laut werden könnte, halte ich zumindest bei so jemandem, der so viel zu verlieren hat, für relativ unwahrscheinlich. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich wohl irgendwo in der Mitte.


    Und ich frage mich: "Wie schräg ist das denn von Missbrauch zu reden, wenn man darauf eingeht ihn in seinem Hotelzimmer zu massieren?".


    Klar, dieser hässliche Vogel hat um seine Machtposition gewusst, sie skrupellos eingesetzt und ausgenutzt, das dürfte aber in diesen Kreisen (und auch anderen in denen es was zu verteilen gibt) eher die Regel als die Ausnahme sein. Und auch wenn man etwas blöd ist und das wirklich nicht gewusst haben sollte, kommt irgendwann ein Punkt, an dem es sich zeigt und das ist dann der Zeitpunkt zu entscheiden, ob man es einer eventuellen Karriere zuliebe mitmacht oder sich verabschiedet. Macht man es mit, aus welchen Gründen auch immer, kann man nicht hinterher kommen und dann davon sprechen, dass man sich ja nicht wehren konnte.


    Ich beurteile das nicht aus moralischer Sicht, sondern aus rechtlicher und da hätte, meine Meinung, so ein Prozess erst gar nicht angesetzt werden dürfen. Wenn ich mir an den Arsch fassen lasse und das dulde, sogar die Wiederholung dulde, hab ich mein Recht auf Sanktion verloren. Aus rechtlicher Sicht.


    https://beispiel.rocks/www.faz…-vor-harvey-16611768.html

    Eat the rich giants.

  • Ich beurteile das nicht aus moralischer Sicht, sondern aus rechtlicher und da hätte, meine Meinung, so ein Prozess erst gar nicht angesetzt werden dürfen.

    Ich sehe das schon ziemlich ähnlich, nur juristisch betrachtet bin ich mir da nicht wirklich sicher: Gilt das auch bei Abhängigkeitsverhältnissen und wo ist die Grenze zur Erpressung?

    Er war Jurist und auch sonst von mäßigem Verstand.

    (Volker Pispers)

  • Jo, Margin, ist echt aus der Ferne schwer zu beurteilen. Deswegen hatte ich zu diesem Ding bisher keine Meinung.


    Das hat sich mit der Beschreibung dieser im Artikel genannten Zeugin geändert, denn um die geht es ja in diesem Prozess und deren Aussage lässt kein Abhängigkeitverhältnis erkennen und auch keine Erpressung, nicht mal sowas wie ein Anbieten vor Vorteilen, für den Fall das.


    Moral hatte bisher in Gesetzgebung und Rechtsprechung keinen Platz. Es gilt das geschriebene Wort des Gesetzes und wenn in diesem ein Anlehnen an irgendwelche Moral zu erkennen ist, ist das reiner Zufall.

    Eat the rich giants.

  • Naja, 2 Panker, 1.90m mit Baseballschläger in der Hand fragen die Oma in der einsamen Straße ob sie ihnen mal 5 Euro leihen kann.
    Muss sie ja nicht, sie kann ja nein sagen. Und sie ist ja selber Schuld, weil sie diese einsame Straße gewählt hat?

    Frei nach Dieter Nuhr
    Das Internet ist zum Lebensraum der Dauerbeleidigten geworden, die immer einen Grund finden, anderen irgendetwas vorzuwerfen, um sich selbst moralisch zu erhöhen.

  • Genau zutreffend Margin.


    Diese Zeugin ist Schauspielerin, behauptet diesen Weinstein, den mächtigsten Mann Hollywoods nicht gekannt zu haben, als sie ihn erstmalig getroffen hat und trotzdem ist sie der Einladung ihn in seinem Hotelzimmer zu massieren nachgekommen.


    Schräger gehts ja wohl kaum.


    Um an so einen wie diesen Weinstein so nah ranzukommen muss man mit grosser Wahrscheinlichkeit schon Beziehungen haben und spielen lassen.


    Und jetzt, nach Jahren, fühlt sie sich missbraucht?


    In Deutschland wäre es, behaupte ich mal, erst gar nicht zu diesem Prozess gekommen und es würde mich auch nicht wundern, wenn er auch in den USA umgehen würde.

    Und dann als Mann: Ich würde keiner Frau, die ich zum Sex zwinge irgendwas zwischen die Beisserschen schieben. Das mal nur so nebenbei.

    Eat the rich giants.

  • Heute sagte diese Zeugin unter Tränen wohl aus, dass sie das Fickverhältnis zu diesen Weinstein aufrechterhalten hat, weil sie ihre Karriere nicht gefährden wollte.


    Alles klar, er ist also das Schwein, welches dafür für den Rest seines Lebens im Knast landen könnte.

    Eat the rich giants.

  • So, jetzt hat die Laienjury ihn schuldig gesprochen. Wahrscheinlich waren die, welche ihn im Knast sehen wollen hartnäckiger und die anderen wollten endlich nachhause.


    Klar, der Typ ist ein echter Widerling, es geht aber nicht um Sympathie, sondern um korrekte Rechtsfindung.


    Da haben sich, weil sie sich Vorteile erhofften, welche prostitiuiert, er hat das "Angebotene" angenommen und ist jetzt der Vergewaltiger.


    Männer sind nicht per se Vergewaltiger und es soll auch Frauen geben, die vergewaltigen und es mit Kindern treiben, aber davon will i. M. niemand was hören. Das Schlimme aktuell ist, dass man, seit Metoo, als Mann dazu nichts Gegenteiliges mehr sagen kann, ohne gleich in dieselbe Ecke gedrängt zu werden: "Aha, auch so ein Schwein, mit einer Denke wie dieser Weinstein".


    Bleiben nur noch Frauen, um dazu was zu sagen, ohne gleich unter Generalverdacht zu geraten.

    Eat the rich giants.

  • Zitat

    Diese Zeugin ist Schauspielerin, behauptet diesen Weinstein, den mächtigsten Mann Hollywoods nicht gekannt zu haben, als sie ihn erstmalig getroffen hat und trotzdem ist sie der Einladung ihn in seinem Hotelzimmer zu massieren nachgekommen.


    Schräger gehts ja wohl kaum.

    Seh ich Anders, die Meisten sind eh nur in der Gruppe stark, allein ertragen sie lieber, um aus der Nummer mit den geringsten Blessuren wieder rauszukommen. Rein gruppendynamischer Effekt. Als Frau nochmal doppelt so schwer, sich gegen einen 4mal schwereren Typen zu wehren, da braucht es ein übermenschliches Ego. Psychisch Druck aufbauen reicht da bei Typ Mitläufer in den meisten Fällen schon. Durchaus nachvollziehbare Situation für mich, besonders wenn man selbst Jung ist und da Jemanden vor sich hat, von dem man der Meinung ist er sei etwas Besonderes.
    Geht ja noch weiter, hilft man so einer Person in Not und boxt die raus, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dann binnen Minuten allein dazustehen, weil die eigentliche Person in Not ihrer Wege gegangen ist und letztlich wenn sie eine Aussage machen soll, von nix mehr weiß. Damit sage ich nicht das es immer so läuft, nur die Wahrscheinlichkeit das das eintritt ist gegeben.

    Hier in dem Fall wird von 80 bekannten Vorfällen gesprochen, da reicht ein Fall, der nicht begründbar ist und er ist im Aus. Letztlich auch eine gewachsene Geschichte, mit einem Menschen ohne Rückrad.

  • mein Beitrag ist wohl Alexs Backup zum Opfer gefallen. Ich hörte was von einer Vergewaltigung "Dritten Grades".
    Sinn gemäß, Sie hat sich nicht gewehrt, sie hat nicht "nein" gesagt aber auch nicht "ja" - das finde ich nun auch etwas schräg, so was als Begründung des Schuldspruches zu artikulieren.

    Sexuelle Nötigung - da geh ich voll mit.

    Frei nach Dieter Nuhr
    Das Internet ist zum Lebensraum der Dauerbeleidigten geworden, die immer einen Grund finden, anderen irgendetwas vorzuwerfen, um sich selbst moralisch zu erhöhen.

  • Klar, is ne schwierige Materie. Nehmen wir mal diesen Wettermenschen, der ist fertig für sein Leben und das wegen eines Vorwurfs der nicht haltbar war.


    Es gibt auch im täglichen Leben sowas wie konkludentes Handeln, konkludentes Einverständnis, wenn es aber nach der sich abzeichnenden Rechtsprechung geht, müsste bei allen sich abzeichnenden sexuellen Beziehungen vorher eine Fragebogen ausfüllt und von den handelnden Parteien unterzeichnet werden.

    Klar, es gibt auch bei scheinbar konkludenten Handlungen die Gefahr von Missverständnissen, was gesendet wird muss nicht unbedingt das sein, was beim Empfänger ankommt.

    Cunnilingus? Ja / Nein / nach Absprache und vorheriger nochmaliger schriftlicher Bestätigung.


    Dass dieser Weinstein sich Hoffnungmachen mit sexuellen Handlungen vergüten liess, war wohl in den dortigen Filmkreisen ein offenes, aber stillgeschwiegens Geheimnis. Davon wollen seine Opfer nun nichts gewusst haben?


    Und er ist da mit Sicherheit nur einer von vielen.


    Und wenn der Zug der Rechtssprechung, und das ist bei solchen Anfangsurteilen zu erwarten, weiter ungebremst in diese Richtung fährt, wird wohl bald der Bau von neuen Gefängnissen notwendig werden.


    Ich war ja ab und an mit bekannten Rockmusikern unterwegs, was ich da gesehen hab hat mich ab und an mit grossen Fragezeichen zurückgelassen, mein Respekt vor Frauen allgemein hat darunter erheblich gelitten. Die kannten die Typen noch keine halbe Stunde und haben ihnen dann auf dem Rücksitz meines Wagen einen geblasen. Und da waren Mädels dabei, von denen ich vorher gesagt hätte: "Die? Nie!".

    Ich könnte da Geschichten erzählen, die mir kein Mensch glaubt. Nach Konzerten standen Trauben von Mädels hinter der Absperrung und die Herren Stars zeigten mit Fingerzeigen auf die Mädels, welche die Groupies zu ihnen in die Garderobe lassen sollten.


    Und vielfach ging es auch noch viel "billiger", weil selbst die profitierten, welche keine Stars waren, aber die Möglichkeit hatten, den Weg zu diesen Stars zu ermöglichen.


    Klar, die Grundintension ist klar, sie sahen das als Grundbedingung an, um überhaupt so nahe an diese "Stars" heranzukommen. Sie wussten es, die Nutzniesser wussten es auch und nutzten es aus. Wer ist also bei diesen Austausch nun das "Schwein"? Ist jemand, der sich selbst zum "Opfer" macht dann auch tatsächlich ein Opfer im juristischen Sinn?


    ...


    In Fall von diesem Weinstein haben die Geschworenen ja die gravierensten Vorwürfe, die ihm möglicherweise lebenslänglich eingefahren hätten, nicht durchgehen lassen. Und aus juristischer Betrachtung komme ich nicht dran vorbei zu sagen: "Gottseidank" habense das nicht auch noch durchgewunken".


    Was diese ganzen Metooer vorführen stellt sich für mich auch als Armutszeugnis dar, welches sie ihren Geschlechtsgenossinnen insgesamt zukommen lassen. Zu sagen, dass die Machtverhältnisse halt so sind, dass Frauen nur Opfer sein können. Das degradiert alle Frauen, die intelligent genug sind sich nicht zum Opfer zu machen oder machen zu lassen. Und davon soll es auch ne ganze Menge geben.

    Eat the rich giants.