Jammerfred 2021

  • Ich wohne dort wo es heiss ist. In der einzigen Ecke Europas mit subtropischem Klima. :):(

    Die zehn Gebote sind deswegen so kurz und logisch, weil sie ohne Mitwirkung von Juristen zustande gekommen sind. > Charles de Gaulle

  • Mann, sind das Bilder, die da gerade aus D kommen. :huh:

    Die zehn Gebote sind deswegen so kurz und logisch, weil sie ohne Mitwirkung von Juristen zustande gekommen sind. > Charles de Gaulle

  • Das schaue ich schon seit zwei Tagen, da kommen immer wieder neue. Gerade was von der A61 war es glaube ich. Da fehlen schlicht 15 Meter der Fahrbahn und der Untergrund ist 10 Meter tief weggespült.


    Da könnte noch mehr kommen. Jetzt gerade ziehen schwere Unwetter im Erzgebirge und Süd-Ost Bayern auf.

  • Das ist wohl, was verschiedene Wissenschaftler schon seit Jahren sagen: Das Wetter ist langsamer geworden. Wennde dann sone Schlechtwetterfront über Dir hast, die sich so gut wie nicht bewegt, kannste Dich beglückwünschen.

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  • Man kann das echt nicht beschreiben. Meine Mutter meinte noch, es sind bis Sonntag Unwetter gemeldet, sie hat Angst, ich soll die Wertsachen aus dem Keller holen, die Waschküche räumen und die Garage. Meinte darauf, wenn die Garage volllaufen sollte, dann hätten wir einem Meter Wasser auf der Straße und dann ganz andere Probleme als Werkzeugkästen. Außerdem, dass bei uns nur 15 Liter gemeldet wurden, über 3 Tage hinweg..... Aber deren Wetterbericht halt auch immer Panik.


    So schaut es in Ahrweiler aus..... Unvorstellbar....


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  • Außerdem, dass bei uns nur 15 Liter gemeldet wurden, über 3 Tage hinweg..... Aber deren Wetterbericht halt auch immer Panik.

    meine Frau nervt auch mit einer Elementarversicherung, bei uns vollkommen sinnfrei, da das Haus den höchsten Punkt in der Umgebung belegt und das Land flächig ist. Hier waren auch über 100l. Bei einem Nachbarn, der so die ungünstigste Lage hat, die hier überhaupt möglich ist, sind die Keller vollgelaufen und die Goldfische über die Wiese geschwommen, weil der Teich auch 30cm unter Wasser stand. Das ist aber hier das physikalisch mögliche Maximum solange nicht 1000l kommen.
    Der größte Schaden war auf dem Friedhof, das war eine ganz schöne Sauerei. Hanglage, frische Gräber und gesackte Gräber lagen teilweise frei.

    Frei nach Dieter Nuhr
    Das Internet ist zum Lebensraum der Dauerbeleidigten geworden, die immer einen Grund finden, anderen irgendetwas vorzuwerfen, um sich selbst moralisch zu erhöhen.

  • Ja, so ist das hier quasi auch. Wenn hier mal Wasser stehen kann, dann im Hof, Kellerfenster sind aber auf 40cm Höhe. Nach 5 cm, wenn der eigene Kanal versagt läuft erst schon auf die Straße und dann geht es abwärts. Und wenn es von der Straße mal rein kommen sollte, dann muss der Main aber 8,5 Meter Pegel haben (normal ist um die 1,60), das war irgendwann 1840 oder so mal, da stand aber halb Würzburg unter Wasser.

  • erinnert mich an die evakuierung damals hier... wir sind 20m über der elbe, wären also niemals betroffen gewesen. Aber die strassen wurden gesperrt ( Notdeiche mit Bundewehr einsatz, und viele viele helfer hier.. )


    Da hätten die die Strassen nicht mehr benutzen können, egal wie. Also wenn der Deich gebrochen wäre wie in Fischbeck ( da wo die das Schiff damals versenkt haben um den Deich zu retten!!! ), dann wären wir immer noch "höher". Bertingen selber wäre abgesoffen...

    wenn etwas möglich erscheint mach ich das, wenn das nicht klappt gehts ans unmögliche und ansonsten das undenkbare.

    Ich denke, also BING ich!


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  • Durch dieses Chaos ist ja jetzt eine interessante Fragestellung in den Fokus geraten, die den Grünen mehr als Unbehagen erzeugen dürfte: Wenn ALLES ausfällt, alle Fahrzeuge elektrisch sind: Wie ist dann eine solche Krise zu meistern?

    Dieses Wetter zeigt, dass es wahrscheinlich auch in Zukunft ohne bezingetriebene (Diesel) Fahrzeuge und Generatoren nicht gehen wird.

    Die zehn Gebote sind deswegen so kurz und logisch, weil sie ohne Mitwirkung von Juristen zustande gekommen sind. > Charles de Gaulle

  • Die sollen doch auch gar nicht komplett abgeschafft werden. Das Thema ist aber witzig, geht gerade auch durch FB und ich bin mir nicht sicher, ob das nicht teilweise Ironie oder sonst was ist oder ich den Text völlig falsch verstehe.


    Man wird niemals alles auf Strom umstellen können. Nimm alleine Löschfahrzeuge oder mobile Einsatzwerkzeuge (z.B. Spreizer und Co.). Die brauchen Pumpen bzw. Strom oder Druckluft. Das muss irgendwo herkommen, aus einer reinen Batterie sicherlich nicht, denn die ist ja bald leer. Also entweder Strom, der irgendwie anders erzeugt werden muss, wobei ich hier nicht wüsste wie, oder eben normaler Kraftstoff.


    Normalen Kraftstoff kannste aus nem Fass in Auto kippen, wie mit dem "Notkanister". Nen Wassstofftank kannste aber ohne Strom auch nicht befüllen.

  • Nen Wassstofftank kannste aber ohne Strom auch nicht befüllen.

    Naja die Tanke braucht Strom (vermutlich noch nicht mal die, wegen Eigendruck), ansonsten geht das wie bei LPG.

    Frei nach Dieter Nuhr
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  • Ich halte die ganzen Stromkarren eh für ne kurzzeitige Erscheinung und denke, dass die heutigen Neuwagen in 10, 15 Jahren Schrott sind, den keiner haben will. Was ja als Thema unterdrückt wird ist, dass die sich als Gebrauchtwagen kaum weiterverkaufen lassen.


    Ich denke, dass dem Wasserstoff die Zukunft gehört.

    Die zehn Gebote sind deswegen so kurz und logisch, weil sie ohne Mitwirkung von Juristen zustande gekommen sind. > Charles de Gaulle

  • Sorry, kenne mich da zu wenig aus, aber steht das Zeug nicht unter Druck? Also ich wollte darauf hinaus, dass man normalen Kraftstoff einfach reinlaufen lassen kann. Wasserstoff meiner Kenntnis nach nicht, das kann man nicht einfach in einem Fass auf dem Hof lagern und dann mit nem Eimer und Trichter umfüllen. Wäre mir bei Gas auch neu, wenn Du das denn mit LPG meinst.


    Aber ja, die Tanke braucht Strom, das war so schon von mir gedacht. Nur wo bekommt der denn her? Kann man auch einen Generator aufstellen und woher bezieht der seine Energie? Irgendwann ist mit der Vernunft Ende, auch wenn es noch weiter gehen kann. Das ist ein klassisches Beispiel dafür, dass alles geht, wenn man nur will, aber um welchen Preis?

  • Wasserstoff meiner Kenntnis nach nicht, das kann man nicht einfach in einem Fass auf dem Hof lagern und dann mit nem Eimer und Trichter umfüllen. Wäre mir bei Gas auch neu, wenn Du das denn mit LPG meinst.

    Ein Bekannter hat Autogas (LPG) nachrüsten lassen und das funktioniert vereinfacht gesagt so, wie das Füllen eines Gasfeuerzeuges.
    Er schließt an der Tanke einen Schlauch mit einem dichten Verschluss an und das Flüssiggas läuft rein, vermutlich durch eine Pumpe, denn eine Tankuhr läuft ja mit. Und so stell ich es mir bei Wasserstoff auch vor. Vielleicht muss der Druck höher oder die Temperatur tiefer sein um Wasserstoff zu verflüssigen, ließe sich sicher raus kriegen, aber zu müde. N8

    Frei nach Dieter Nuhr
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  • Ich halte die ganzen Stromkarren eh für ne kurzzeitige Erscheinung und denke, dass die heutigen Neuwagen in 10, 15 Jahren Schrott sind, den keiner haben will. Was ja als Thema unterdrückt wird ist, dass die sich als Gebrauchtwagen kaum weiterverkaufen lassen.


    Ich denke, dass dem Wasserstoff die Zukunft gehört.

    Da hat aber jemand (genau wie viele politiker die wasserstoffantriebe als zukunftstechnik loben) in physik absolut nicht aufgepasst. Der wirkungsgrad von wasserstoffautos ist genauso schlecht wie der von verbrennern (*), irgendwo bei ~30%. Daran wird sich auch in zukunft nicht viel aendern. Bei E-Autos dagegen ~90% da die energie nicht erst mehrfach umgewandelt werden muss bevor sie auf die raeder kommt. Heisst also, dass du pro Euro stromkosten mit einem BEV etwa 3x weiter kommst als mit wasserstoff wenn du den selben strompreis zugrundelegst.

    Oder anders gerechnet: du kannst mit einem budget von 1000 Euro deine Busflotte je nach antriebsart entweder einen tag durch die stadt fahren kannst, oder 3 tage lang. Bei den extrem hohen strompreisen in deutschland ist das ein wichtiger faktor.

    Hinzu kommt, dass du ein e-auto prinzipiell in jeder garage ueber nacht an einer normalen steckdose laden kannst, es aber bisher kaum infrastruktur fuer wasserstoff gibt.


    Spass fakt: Einige schwere panzer die porsche in den 1940ern entwickelt hatte, hatten als antriebssystem dieselgenerator->emotor->ketten (genau wie einige zuege), da ein e-motor viel mehr drehmoment hat als ein verbrenner und man sich das relativ komplizierte und schwere getriebe zwischen verbrennungsmotor und antrieb spart.


    (*) Genaugenommen ist der wirkungsgrad bei diesel/benzin noch viel schlechter, wenn man noch erdoelfoerderung, transport, raffinerie, vertrieb bis zur letzten tankstelle mit einrechnet. E-Tankstellen lassen sich ja prinzipiell auch als inselloesung ueberall mit solardach oder windrad platzieren.

  • Wenn Wasserstoff/Ethanol/E-Fuel regenerativ erzeugt wird, ist es nahezu egal, wie hoch der Wirkungsgrad ist, es ist dann eine reine wirtschaftliche Frage - die CO2 Bilanz ist ausgeglichen - was wir ja anstreben. Solange die Rohstoffe für die Akkus aus dem Boden gezogen werden und nicht aus dem Meer, ist es immer noch eine Umweltsauerei hoch Zehn.

    Da brauch man nicht mit dem erhobenen Zeigefinger "in physik absolut nicht aufgepasst. " auf andere zeigen, sowas pisst mich echt an. Und die Argumentation in seine Richtung zu stärken, indem man abrundet, piept mich genauso an. Sachlichkeit geht anders, besonders wenn man nur oberflächlich Ahnung hat. Genauso wie ein Wasserstoffauto im unwahrscheinlichsten Fall heutzutage ein richtiger Verbrenner ist.

    Ganz ehrlich, ganz dünnes Eis.

    Letztlich beschäftige ich mich seit 35 Jahren mit Akkumulatoren und nutze sie täglich und das was anderes hermuss als der klassische aus dem Boden gewonnene Treibstoff steht ebenso außer Frage. Nur ist es nicht einzig der gegenwärtige chemische Akku, der nach 200k km Schrott ist.

    Akku ist gut für Kurzstrecke, wenig Gewicht, langsames Fahren - für alles Andere ergibt es keinen Sinn. Ist mir klar, das es Kisten (Autos 1-3 t) mit Reichweiten jenseits der 400 km - nur ergibt es energetisch keinen Sinn.

    Spassfakt-Gegenargument man baut schon heute 2 Gang Getriebe in Elektroautos ein, um Energie zu sparen - kein Getriebe ist auch keine Lösung - man hat es nur erstmal als Lösung verkauft, weil es billiger war und einfacher. Reines PR-Geblubber, natürlich ist nur ein Elektromotor wartungsärmer, energetisch auf Langstrecke und in schnell - ergibt es keinen Sinn - das es geht, steht außer Frage.

    Wie gesagt, man kann sich über ein Thema unterhalten, nur nicht auf dieser Ebene.


    Gegenwärtig speichert der aktuellste Akkumulator auf 1 kg Gewicht 0,4 kWh (10 % Systemverluste laden/entladen lassen wir mal außen vor), Treibstoff auf 1 kg 10 kWh bei 36 % Wirkungsgrad 3,6 kWh. Man geht davon aus langfristig den Akkumulator kapazitiv, um das Vierfache zu steigern (in den kommenden 10 Jahren, gegenwärtig sind wir bei 0,4 kWh je Kilo). Wie speichert man aktuell Strom? Wärme - Riesengroßer Betonklotz, dort wird der Strom als Wärme reingedrückt 2 Anteile rein, einen Anteil über einen Monat bis halbes Jahr wieder raus. Funfact, die stillgelegten Kohlekraftwerke sind prädestiniert dafür. Speicherung endlich. Pumpspeicherwerke, Chemische Akkumulatorspeicher, Solespeicher - alles endliche Speicher.
    Wo ist das Problem aus der Luft/Wasser das H2 rauszuspalten mithilfe von Solar/Wind/Wasserkraft am Ende zum Tropfhahn zu gehen und dort eine Flasche drunterzuhalten und Treibstoff abzufüllen? Das Prinzip des Autos abfüllen kennt jeder, kein warten nötig. Ja, das Problem ist die zugeführte benötigte Energie, die viermal so hoch ist, als wenn ich direkt elektrisch fahren würde, der Kreislauf ist dennoch CO2-neutral. Du musst keine neuen Kisten bauen, was wieder Energie und Rohstoffe benötigt und kannst die vorhandene Infrastruktur weiterbenutzen - es ist alles da. Gleiche Prinzip wie bei der Bahn und warum es keine Magnetschwebebahn in D gibt, das Schienensystem ist einfach schon da.
    Akkumulatoren für die Großstadt perfekt, wobei ich den Individualverkehr da auch eher kritisch sehe, wenn man nur seinen Kadaver und eine Aktentasche von Punkt A nach B schiebt. Nur die eine einzige Lösung für alles, wie man es suggeriert gibt es noch lange nicht, genauso wenig wie es keine Lösung ist so weiterzumachen wie bisher.

    Warum also E-Autos. Um den gesättigten Automarkt wieder einen neuen Antrieb zu verpassen, damit du dein Auto nicht mehr 30 Jahre fährst, sondern nach nun 10-12 Jahren abstößt, um zu konsumieren. Das ist der primäre Grund, der Ökogedanke ist eine Begleiterscheinung, die ich z.B. für saubere Luft gern in Kauf nehme.
    Letztlich macht Global der Autopart 16% des CO2 aus. Es ist noch viel zu tun.


    Ich mag JP nicht, besonders aus dem Grunde weil da wenig Verständnis für Andersdenkende und Anders lebende vorhanden ist. Nur unterhält er sich hier mit ein paar Ingenieuren, die letztlich meine Gedanken zu dem gegenwärtigen Stand der Dinge komprimiert ausgeben und ich das in einen Text so nicht packen könnte. Quintessenz der Mix, macht es. Bei "die Leute einfach machen lassen" und man findet schon den richtigen Weg bin ich anderer Meinung, weil wenn es läuft, dann läuft es und man muss eine Gruppe dann schon in eine Richtung zwingen, damit mal was passiert.


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    Einmal editiert, zuletzt von Lunte ()

  • Ich brauchte in Physik nicht aufzupassen, weil es nie Gegenstand meiner Ausbildung war.


    Wunderbar erklärt. Top.


    Ich habe mir meine Meinung zu diesen aktuellen Gedöns schlicht aufgrund von Äusserungen und Meinungen von Menschen, Experten gebildet, die ich für seriös und unbeeinflusst halte. Und auch, weil Toyota schon immer auf Wasserstoff setzt und ich gehe davon aus, dass das nicht die Blödesten sind.


    Und in der ersten Welt wird auch immer so getan, als wären wir allein auf der Welt, dabei lebt die Mehrheit der Menschen immer noch in der dritten Welt und die sind nach wie vor weit, weit davon entfernt die Entwicklung mittragen zu können. Bisher sind sie zu Zulieferen degradiert.

    Aktuell zeigt sich diese überhebliche, arrogante Einstellung bei den Impfstoffen, bei denen auf den Patentschutz gepocht wird, am heftigsten wieder mal von Deutschland. Langfristig zeigt es sich bei der Diskussion um den Klimaschutz. Es geht nur darum die erste Welt vor den Folgen des Klimawandels zu schützen. Wenn die armen Länder davon zufällig profitieren ist das lediglich ein nicht vermeidbarer Nebeneffekt.

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