Der Westen, Putin und die Ukraine _

  • Schau ich mir später mal an Guppy.


    Klar, der Angriff ist mit nichts zu rechtfertigen, aber, er ist nunmal Tatsache und es muss versucht werden damit umzugehen.


    Die Baerbock, unmöglich auf dem Posten. Sagt die doch tatsächlich vor laufenen Kameras, dass sie gerade von der Ost-Kokaine kommt. Vielleicht sollte sie mal weniger an das Zeug denken.


    >> Die Korruption ist eine geerbte Geschichte, nachvollziehbar , dass das nicht in einem Jahr abzuändern ist.


    Jo, das Problem hat Spanien ja auch, wenn auch wahrscheinlich nicht in dem gigantischen Ausmass. Was man aber relativ schnell zurückschrauben kann ist eine korrupte Justiz, der Ersatz derselben durch Justiz, die gegen die Korruption vorgeht. Das zumindest haben die Spanier mehr oder weniger geschafft.


    >> Was der Selenskyi da abzieht ist schon clever,


    Jo, kann man als clever sehen. Muss man aber nicht, zumindest in Teilbereichen. Man würde ihm auch zuhören, wenn er weniger fordernd, tadelnd auftreten würde. Ich persönlich finde manches geht schon in Ri unverschämt. Er macht genau das, wovon andere heute sagen "Ihr lebenden Deutschen braucht Euch für das was Eure Vorfahren gemacht haben nicht mehr dauernd zu rechtfertigen".


    >> und dadurch dass er im Land bleibt _


    Naja, wenn ich mir die Landkarte der Ukraine ansehe, ist da so einiges an grossen Gebieten, wo die Gefahr, dass der Krieg hinkommt aktuell fast Null. Ich weiss nicht, ob es da so eine grosse Heldentat ist, nicht aus dem Land zu gehen. Insofern kann ich auch nicht ganz nachvollziehen, wieso so viele Ukrainer nun das Land fluchtartig verlassen.

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  • Ich muss jetzt doch mal Danke sagen Guppy, danke für den Link zu diesem Artikel. Danke dafür, dass ich mich jetzt selbst nicht mehr für so ganz spinnert halte, in meiner Abneigung gegenüber diesem Selinsky.


    Ich halte das für sehr glaubwürdig, was dieser Baud da ziemlich emotionslos von sich gibt.


    Jetzt ist mir auch klar, warum alles telefonieren, alle Friedensappelle an Putin an diesem abprallen. Das müsste aber auch denen klar sein, die an ihn appellieren, wenn sie die Hintergründe durchblicken. Und ich frage mich, wieso sie dann das Aussichtslose trotzdem versuchen. Schauspiel für die unteren Ränge?

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  • Langsam wird es absurd:

    Kommentar: Der umbenannte 200 Kilo-Putin und andere Absurditäten | Nordkurier.de
    Bestrebt, angesichts des Kriegswahnsinns ja das Richtige zu tun, treibt der Aktionismus teils wundersame Blüten, meint unsere Redakteurin Claudia Marsal.
    www.nordkurier.de

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    Das Internet ist zum Lebensraum der Dauerbeleidigten geworden, die immer einen Grund finden, anderen irgendetwas vorzuwerfen, um sich selbst moralisch zu erhöhen.

  • Halbwegs neutrale deutschsprachige Infos bekommt man derzeit vermutlich aus der Schweiz am ehesten, hier ein sehr sachlicher Bericht, schon einige Tage alt, aber emotionslos und sachlich: https://www.facebook.com/watch…&t=210&v=3058648674400893


    edit: zürückspulen

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    Einmal editiert, zuletzt von guppy ()

  • Hab heute nacht eine Sendung zur Schlacht um Verdun im ersten Weltkrieg gesehen. Aufbereitetes Filmmaterial und meist in Farbe.


    Hat mich schon interessiert, weil ich in meiner Kindheit, Jugendzeit dort zwei Monate war, um Kriegsgräber zu pflegen. Nur hab ich das damals nicht wirklich realisiert was dort wirklich gelaufen ist.


    Zehn Monate haben die um Verdun gekämpft, 700 000 Tote, ziemlich gleich verteilt auf beide Seiten.


    10 Monate haben die dort im Dreck und Matsch gelebt, besser vegetiert und sich gegenseitig umgebracht. Man muss solche Bilder gesehen haben um zu begreifen was Menschen mit Macht Menschen mit weniger Macht, die Ja sagen müssen, Unbeschreibliches, Unmenschliches zumuten.


    Die Franzosen, die letztendlich obsiegt haben sagten, dass ihre Wut auf die Deutschen schnell verflogen war, als sie sahen in welch erbärmlichen Zustand ihre Kriegsgefangen waren. Sie gaben ihnen sofort zu essen, zu trinken und Kleidung.


    Auf dem Foto im Hintergrund ist das sog. "Gebeinhaus". Ich war da drin damals. Das ist voll mit den Überresten zehntausender Gefallener. Die Knochen und Schädel sind meterhoch hinter Glaswänden gestapelt.


    https://www.dffv-verdun.de/img/eyecatcher/verdun_beinhaus_douaumont2.jpg


    https://pbs.twimg.com/media/B_55SItXEAALx_S.jpg

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  • cura so ganz alleine stehen wir mit dem Misstrauen dass der Propaganda entgegengebracht wird nicht da und es mehren sich die Stimmen - aus Tagesschau-Kommentaren :

    Zitat

    Stop Putin! Stop Selenskyj!

    Selbstverständlich ist das nicht ein Wendepunkt im Krieg, sondern noch ein Signal an NATO/USA, dass diese nicht eingreifen sollen. Gegenwärtig sind Putin und Selenskyj zwei gefährlichste Politiker der Welt. Einer hat das benachbarte Land angegriffen. Paradoxerweise scheint der zweite noch gefährlicher zu sein. Er reist, allerdings in virtueller Form, durch die ganze Welt und versucht mit seinen Reden/Aufritten den Dritten Weltkrieg zu provozieren. Die Luftverbotszone, nach welcher er verlangt bedeutet den Dritten Weltkrieg. Selenskyj bitten doch niemals, genauso wie sein würdiger Botschafter in Deutschland, er fordert, verlangt, etc. Der UKR Präsident ist einer von der ganzen Reihe aggressiver osteuropäischer "Halb-Extremisten" (RU, Polen, baltische Länder). Er ist nicht der zweite Churchill und nicht der dritte de Gaulle. Er ist gefährlich. Unsere Regierung/NATO macht alles richtig. Helfen, nicht eingreifen.

    Quelle: https://meta.tagesschau.de/id/…tz-von-hyperschallraketen

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  • Schwer vorstellbar, dass die Politiker der westlichen Welt nicht begriffen haben sollten, dass dieser Selinsky auch ein brandgefährlicher Kriegstreiber ist. Das dem auch ziemlich gleichgültig zu sein scheint, dass er seine eigenen Leute verheizt.


    Nur, warum widerspricht ihm niemand? Warum senkt man das Haupt und spendet "Standing Ovations"? Warum lässt man ihn gewähren und in seinen Forderungen immer ausschweifender werden?


    Dem Putin scheint ja an dieser Hafenstadt mehr zu liegen als an Kiew, er scheint sie unbedingt einnehmen zu wollen. Und da dieser Selinsky meint, dass Aufgeben ja nicht infrage kommt, wird das wohl nur durch Eindringen in die Stadt und Häuserkampf gehen. Das ist jedoch für Angreifer die schlechstete aller Optionen, weil die Verteidiger da klar im Vorteil sind, sie können von den Häusern herab auf Eindringlinge schiessen. Also ist es nur Kriegslogig alles platt zu machen und dann reinzugehen.


    Er forderte schon immer, auch noch kurz vor dem Einmarsch der Russen und alle Politiker dieser Welt pilgerten wenig diplomatisch nach Moskau, um zu drohen, wohl glaubend, dass Putin zu blöd sei sich über die Konsequenzen bewusst zu sein und die man glaubte ihm erklären zu müssen.


    Es ist gar nicht so unwahrscheinlich, dass dieser Krieg auch sowas wie einen persönlichen Aspekt hat. Diese armenisch abstämmige Dame, mit der ich telefonierte, sagte nicht umsonst, dass wir im Westen das gar nicht mitgekriegt hätten, wie dieser Selensky sich dick machte und glaubte Russland drohen zu können, glaubte Putin verächtlich machen zu können. Ich denke, dass Putin wenig Motivation verspürt sich mit diesem sich aufblasenden, wenig diplomatischen Selensky an einen Tisch zu setzen.

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  • Mir ist nicht bekannt, ob diese unangenehme, arrogante Art nun Selenskyjs übliches Benehmen ist. In der aktuellen Situation ist es jedoch für ihn nicht angebracht, bittelnd und bettelnd als Jammerlappen durch die Welt zu reisen. Fordern und Verlangen demonstrieren Stärke und Sicherheit, was für die eigenen Leute unverzichtbar ist und sich eher negativ auf die Moral der russischen Truppen auswirkt.

    Dass die westliche Welt ergeben das Haupt neigt, haut auch so allenfalls oberflächlich hin. Es gibt klare Eckpunkte, an denen ein Nein ein Nein ist. Und dennoch wird Selenskyj sie immer wieder fordern, einfach aus strategischen Gründen.

    Jede Menge Waffen und sonstiges Gerät nun in die Ukraine zu liefern, ist auch ein gutes Stück Eigennutz und anzunehmender Weise wohlüberlegt. Es ist doch ein gutes Stück angenehmer, die eigenen Waffen auf ukrainischem Gebiet gegen den Russen einsetzen zu lassen, als auf eigenem, mit eigenen Leuten. Je mehr der Russe im Kampf gegen die Ukraine verliert, umso weniger bleibt übrig, um es womöglich gegen die EU einzusetzen. Wer weiß denn schon, welche Grenze als Nächstes auf seinem Plan steht.

    Klar, Putin wurde provoziert. Er muss damit allerdings umgehen können. Der Krieg an sich dürfte eher weniger seinem verletzten Ego zuzuschreiben sein, sondern wohl strategische Gründe haben.

    Er war Jurist und auch sonst von mäßigem Verstand.

    (Volker Pispers)


  • Der Ton macht die Musik und in Israel den Vergleich mit dem Holocaust an die Forderung nach Raketenabwehrsysteme zu binden, war der Erfüllung seines Wunsches sicherlich nicht dienlich.
    Genauso wenig wird die Zwickmühle, in die er diverse Politiker bringt, in dem er im Prinzip den Kriegseintritt verlangt, in der Zukunft förderlich sein.

    Zum Eingangszitat, strategisch kurzfristig mag die Aussage (der Befehl?) die Städte wie Charkiev (bis zum letzten Mann) zu halten und sich nicht zu ergeben richtig sein, wird es was am Ergebnis ändern? 44/45 wurden diverse Städte zur "Festung" erklärt, hat es was am Ergebnis verändert? Die ganze Rhetorik ...... .

    Die russische Führung kann derzeit sicherlich auch nicht so gut schlafen, denn da sind ja schon Köpfe gerollt.
    Heute im Frühstücksfernsehen kam, dass sie Uniformen für die Siegesparade in Kiew im Versorgungstross mit hatten, aber nicht genug Nahrungsmittel. Im Donbass und auf der Krim wurden sie ja oft mit Blumensträußen begrüßt, jetzt aber wohl eher nicht.

    Man muss immer aufpassen, dass man nicht in die falsche Schublade gesteckt wird, der Einmarsch ist nicht zu rechtfertigen aber die Ursachen sehe ich in einer Akkumulation von Kleinigkeiten und Fehlern, die auch in "unserem" Bereich zu suchen sind und weniger in den Großmachtsträumen Putins, wie jetzt propagiert wird.

    Frei nach Dieter Nuhr
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  • Der Meinung bin ich auch, fordern ist aktuell strategisch sinnvoller, als betteln. Betteln ist letztlich schon ein Aufgeben. Die werden schon ihre Marketingexperten haben.

  • wird es was am Ergebnis ändern? 44/45 wurden diverse Städte zur "Festung" erklärt, hat es was am Ergebnis verändert? Die ganze Rhetorik ...... .

    Das Ergebnis wird sich nicht ändern, nur hat hier der Verteidiger bis zum letzten Moment gekämpft und wird wohl so ein Märtyrer. 44/45 war es der Aggressor, der zerschlagen wurde.

    MMn, hätte - sofern es stimmt - Putin warten müssen bis die Ukrainer die Krim offiziell angreifen, um dann eben als "Befreier" eingreifen zu können. Da das aber eben nur der Russe behauptet, dass es so war und bisher dafür keine Beweise existieren, ist es ein reines Gedankenkonstrukt. Das hätte in der heutigen Zeit alles diplomatisch ablaufen müssen. Der Einzige, der sich so richtig freut, ist der Ami. China wird wohl auch seinen Nutzen draus ziehen.

  • Wer sagte was von "Der Ton macht die Musik"?


    Der Ansicht bin ich nämlich auch. Nichts gegen das Fordern, aber viel gegen die Art wie gefordert und gleich noch ein "Wunschzettel" präsentiert wird.


    Wundert mich eigentlich, dass bis heute nicht von irgendwoher von den Franzosen und Engländern gefordert wurde als Zeichen des "Goodwills" noch ein paar kleine Atomsprengköpfe beizulegen. Nur so, um sicher zu gehen, dass die Russen diesbezüglich die Füsse stillhalten.


    Im Moment meint ja jeder ne Diagnose zum Zustand Putins vorlegen zu müssen. So gut wie immer beginnt das damit, dass gesagt wird, dass niemand i. M. weiss was Putin denkt und will. Das wäre ja dann der Punkt die Einschätzung enden zu lassen. So gut wie immer ist das aber lediglich der Beginn einer grossangelegten, wortreichen Eigeneinschätzung, die kein Mensch braucht.

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  • Ist das ein Theater, dass sich da abgehalten wird.


    Jetzt hat Selensky ja auch zu den Franzosen gesprochen. Auch von denen forderte er: "Wir erwarten von Frankreich, von ihrer Führung, dass unsere territoriale Integrität wieder hergestellt wird“.


    Und wie immer erwartet er auch von Frankreich "Einzigartige und historische Entscheidungen" zu seinen Gunsten.


    Makrons diplomatische Antwort: „Es kann keinen anderen Ausweg als eine Waffenruhe und Verhandlungen Russlands mit der Ukraine geben“.


    Heisst ja in anderen Worten: "Wenn Russland da nicht einschwenkt, muss die Ukraine selbst sehen wie sie damit fertig wird".


    Und hier sagen "Millitärexperten" auch mal, was keiner so wirklich hören will, nämlich, dass die Russen bisher nur einen Bruchteil ihrer Kapazitäten eingesetzt haben, das ukrainische Millitär aber seit Kriegsbeginn 100% und dass das unmöglich lange durchzuhalten ist.


    "Bruchteil der Kapazitäten" dürfte ja wohl heissen, dass Russland bisher noch nicht das volle Zerstörungspotenzial einsetzt.


    Warum ist es der gesamten diplomatischen Welt bisher nicht gelungen einen Neutralen zu finden, der zwischen den Parteien vermittelt, sie zu Aussagen zwingt und sie daran festmacht? Weil, die, die dafür infrage gekommen wären sich voreilig auf eine Seite geschlagen haben? Weil jeder sich noch Gedanken drum macht, wie er aus der Angelegenheit einen Vorteil erlangen könnte?

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  • Heisst ja in anderen Worten: "Wenn Russland da nicht einschwenkt, muss die Ukraine selbst sehen wie sie damit fertig wird".....


    Nichts anderes ist der Fall und das weiß Selenskyj auch. Das kann er so nur nicht einfach sagen, geht ja auch um die Moral der Bevölkerung.


    Der Unterschied ist nur, und um das geht das hier eigentlich, wie ich meine, ist die Art, wie es gemacht wird, nämlich öffentlich in den Sozialen Netzwerken und eben Live-Streams zu anderen Ländern. Weiß irgendwer, was Putin genau fordert, wenn er mit seinen Steinzeit-Telefonen telefoniert? Drohungen, die öffentlich gemacht werden, sind auch Forderungen. Weiß einer, was Putin da im Land selbst verbreitet? Bei ok.ru bekommt man das teilweise mit, denn da sind welche, die TV-Sendungen live streamen. Halt nur in Russisch, aber da zählen dann oft auch schon Gesten, um was zu verstehen.


    Nee, eben nicht, das weiß keiner der Bevölkerung, was Putin da am Telefon fordert und das ist eben der Unterschied. Selenskyj macht das alles öffentlich, warum auch nicht. Das ist nun mal sein eigentliches Hauptgebiet, da kennt er sich aus. Letztendlich wurde er ja auch nur so zum Präsidenten. Er hat ja eine eigene Filmproduktion, wäre er aber nicht Hauptdarsteller in einem der für die Ukraine wichtigsten Serien gewesen, wäre er es nie geworden.


    Merkt man ja auch an den ganzen "Kurzfilmen" alias "Close the sky". Das ist eine ganz klare Forderung, aber eben auch eine, wo er genau weiß, dass das nicht geht. Aber die Bevölkerung will es hören / sehen und nicht einfach, dass sich der Präsident wegduckt und flüchtet.

  • Das haben wir wunderbar herausgearbeitet. ^^


    >> Nichts anderes ist der Fall und das weiß Selenskyj auch.


    Bei dem hab ich mehr den Eindruck, dass er es nicht wahrhaben will und aus seiner Rolle als Slapstickdarsteller nicht rauskommt, weil alles einfach nur masslos übertrieben ist. Er fordert: "Putin, setz Dich wie ein Mann mit mir an einen Tisch". Und Spinner wie dieser Musk steigen drauf rein und fordern Putin zum persönlichen Duell". Aber der glaubt ja eh, dass unsere Welt nur eine Computersimulation ist.


    Dieses Übertreiben ist aber nicht ungefährlich, egal wen er damit ansprechen will und egal was er damit bezweckt. Er drängt alle in die Ecke: "Wer nicht für uns ist ist nicht nur gegen uns, sondern für Russland. Und diese Probaganda zeigt Wirkung. Die ersten kommen schon damit das Vorgehen Hitlers als untauglichen Vergleich anzubringen: "Ja, wenn man der Ukraine rät einzulenken, wäre das vergleichbar, als hätte man den Russen damals geraten sich Hitler widerstandslos zu ergeben".


    Offensichtlich lässt dieser Selensky sich ja bei jedem Land die wunden Punkte heraussuchen, um dann den Finger genau in diese Wunden zu legen, um so ein schlechtes Gewissen zu erzeugen. Er holt alte, scheinbar verblasste Feinbilder wieder hoch. Gestern gegenüber den Franzosen, als er das französische Trauma Verdun mit der aktuellen Situation der Ukraine gleichsetzte. Klar, von den Franzosen war niemand darauf vorbereitet, dass da eine schmerzende Erinnerung plötzlich wieder hochgeholt wird, das erzeugte natürlich unvorbereitet Betroffenheit. Es holt aber auch das alte Feindbild der Franzosen Deutschland wieder hoch. Das zu beseitigen und in verzeihende Vergessenheit umzuwandeln war die Arbeit von Generationen.


    Schnell ist da dann mal eine Zusage gemacht, die sich dann nur noch schwerst korrigieren lässt. Und das die an der Macht nicht immer die klügsten, umsichtigsten sind wissen wir ja. Siehe Polen, welche die Nato dazu benutzen wollten Kampfflugzeuge an die Ukraine zu liefern oder die Figuren, die meinen, dass man es ja mal darauf ankommen lassen könnte einseitig eine Flugverbotszone über der Ukraine einzurichten.


    Insofern bin ich ganz froh über die unzweideutige Reaktion von diesem Macron. So deutlich hat es bisher noch keiner gewagt es zu sagen. Er scheint mir zu den Klugen und Umsichtigen zu gehören.

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    Einmal editiert, zuletzt von cura ()

  • Ein guter Indikator ist mMn immer noch die AfD, sobald die irgendwas vehement Pro sind, sollte man die Gegenseite genauestens unter die Lupe nehmen und sind sie Contra, ebenso. Bisschen schade für die Die Linke, aber ist nun mal so.

  • Ein Schelm, der Böses dabei denkt?


    Die USA stehen wieder mal als die Helfer in der Not da. Sie helfen der EU aus der Misere der Gaslieferungen. Weil das so "überraschend" kam wirds natürlich auch etwas teurer.


    Nordstream war ja schon tot, bevor es tot war. Biden hats ja angekündigt, als er unseren Kanzler wie einen Deppen mit seiner Ankündigung dastehen liess.


    Zitat: "Dem Abkommen gingen wochenlange Verhandlungen unter enger Einbindung der amerikanischen Unternehmen voraus, die als LNG-Lieferanten in Frage kommen".


    Wie lange ist "wochenlange" Verhandlungen? Putin ging vor 4 Wochen in die Ukraine rein.


    Folge des Ukrainekriegs: So sieht der Flüssiggasdeal der EU mit den USA aus
    Die USA wollen in den kommenden Jahren 50 Milliarden Kubikmeter LNG nach Europa liefern – ein Drittel des russischen Gases, das die EU bisher bezieht. Der…
    www.faz.net

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  • Kann mir mal jemand erklären wo der Unterschied ist, ob der Westen nun in Russland in Euro, Dollar oder Rubel bezahlt? Wenn da Euro oder Dollar in Rubel getauscht werden müssen findet das bei den Summen ja auch lediglich in den Büchern statt.


    Ich kann nicht wirklich erkennen, wie das den Rubel sonderlich stärken soll. Wenn auch viel Geld, so sind doch die Summen in Gesamten relativ klein.


    Und irgendwie hat der Westen seltsame Rechtsauffassungen. Überall werden gerade Kontrakte mit Russen und Russland gebrochen, unserer Kanzler meint aber, dass die Verträge über die Gaslieferungen eingehalten werden müssten, die eine Zahlung in Euro oder Dollar vorsehen.


    ....


    Hab heute nacht mal einen längeren Bericht von der Front gesehen. Natürlich auf urkrainischer Seite gefilmt. Die haben da hauptsächlich mit den Abschussrohren hantiert, in die man die Granaten einfach reinfallen lässt und sie zünden dann. Bilder von der russischen Seite gab es auch, von weiten und da waren Wohngebiete zu sehen. Und jetzt frage ich mich, wie man mit diesen Granatwerfen so gezieht arbeiten will, dass da nicht doch mal was im Wohngebiet landet.

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  • Kann mir mal jemand erklären wo der Unterschied ist, ob der Westen nun in Russland in Euro, Dollar oder Rubel bezahlt? Wenn da Euro oder Dollar in Rubel getauscht werden müssen findet das bei den Summen ja auch lediglich in den Büchern statt.

    Der Westen hat ganz einfach keine Rubel in entsprechender Größenordnung und der Tausch ist (in der Größenordnung) nur über die Zentralbank möglich, die ja blockiert ist.

    Frei nach Dieter Nuhr
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