Contenklau lohnt nicht

  • Was für ein Tag... hatte heute diverse Communities angeschrieben, um die Plagiate meiner Webseitentexte loszuwerden. Da geht die eine hin und verfasst mit meinen Texten einen schönen 3 Bildschirmhöhen langen Reisebericht über Rhodos, erntet in den Kommentaren Lob und Beifall dafür.


    Bei der Peepwelt geht einer hin und baut sich seine eigene Rhodos Webseite mit zig Kopien von diversen Webseiten zum Thema - und so weiter und sofort.


    Alle Betreiber haben auf meine Mail innerhalb von Stunden reagiert und die Beiträge gelöscht, oder die ganze Webseite gesperrt. Nun schreibt mir der Wicht von Peepwelt ganz aufgeregt eine Mail, was er denn bitte löschen soll - die Webseite existiere ja nicht mehr, RICHTIG! Die ist ja auch gesperrt worden.


    Hach ja... seit Freitag verfolge ich den ganzen Mist, kostet viel Zeit und Nerven.

  • Da sagst Du was. Das habe ich vor drei Wochen auch erst gemacht. Einer baute ne Reiseseite und kopierte da nur alles zusammen, ein Text von mir. Darin Links zu meinen Konkurrenten.


    Ein anderer, ein großer aus dem Reisebereich, hatte Kopien auf seinen Satelliten. Als Antwort kam da, "Danke für die Info, das macht aber eine Agentur für uns. Wir reichen es weiter"... Der Text ist noch immer online. Der war sogar noch so blöd, meine URL im Text mit zu kopieren (ist aber nicht verlinkt)


    Ein anderer Text ist 1zu1 bei Facebook als Gruppenbeschreibung zu finden.


    Bei den kleinen Heinis sag ich gar nichts, aber meist sind es SEOs, "große" Firmen oder Agenturen... z.B. ein Reisebüro aus Lindau, das meinen Bericht über Lindau komplett kopierte. Herrje, die hocken dort und können nicht selbst was zu ihrem Ort schreiben !?

  • Hör blos auf - ein Reisebüro in Berlin decoriert seine online gestellten Reisebeschreibungs PDF mit meinen Texten, ich angerufen - fragt mich das junge Gör um was es denn geht. Ich sage Urheberrechtsverletzung, drauf sie: Ich frage mal ob ich sie durchstellen darf! Durfte sie nicht... unglaublich.

  • Contentklau lohnt sich schon. Wenn man es richtig macht.

    "Journalismus bedeutet, Sachen zu drucken, die jemand nicht gedruckt sehen will. Alles andere ist Werbung",


    William Randolph Hearst > Verleger

  • Mal sehn, ob die den Brief Deines Anwalts weitergeben darf^^

    Zitat von Schnipsel;12031

    Hör blos auf - ein Reisebüro in Berlin decoriert seine online gestellten Reisebeschreibungs PDF mit meinen Texten, ich angerufen - fragt mich das junge Gör um was es denn geht. Ich sage Urheberrechtsverletzung, drauf sie: Ich frage mal ob ich sie durchstellen darf! Durfte sie nicht... unglaublich.

    Wer zuerst "Datenschutz" sagt, hat verloren.

  • Schick dem doch erstmal - zum Warmwerden - ne Abmahnung. Ihr seid ja Wettbewerber. Und dann noch ne Rechnung für die Textnutzung hinterher.

    Wer zuerst "Datenschutz" sagt, hat verloren.

  • Ich mach das in solchen Fällen jaaanz anders: Ich kontaktier den Hoster, wenn der Betreiber nicht erreichbar ist oder sein will. Bislang hatte ich das amüsante Vergnügen, dass die betroffenen Domains anschließend stets in Null Komma nix komplett vom Netz waren :bad:

    Er war Jurist und auch sonst von mäßigem Verstand.

    (Volker Pispers)

  • Zitat von Schnipsel;12031

    Hör blos auf - ein Reisebüro in Berlin decoriert seine online gestellten Reisebeschreibungs PDF mit meinen Texten, ich angerufen - fragt mich das junge Gör um was es denn geht. Ich sage Urheberrechtsverletzung, drauf sie: Ich frage mal ob ich sie durchstellen darf! Durfte sie nicht... unglaublich.


    Also der Springerverlag bedankt sich mehr oder weniger für die Nutzung seiner Texte, legt eine Rechnung für 3 Jahre Nutzung dabei, und erstaunlicherweise scheint die Beweispflicht umgekehrt, sprich der unbefugte Nutzer muss nachweisen, dass es weniger als drei Jahre waren, die die Texte genutzt wurden. Leider weiß ich dem Fall genau wovon ich schreibe :autsch:. Das Anschreiben enthält dann auch gleich den diskreten Hinweis auf kostenpflichtige Abmahnung etc, sollte die Rechnung nicht beglichen werden.
    .

    Frei nach Dieter Nuhr
    Das Internet ist zum Lebensraum der Dauerbeleidigten geworden, die immer einen Grund finden, anderen irgendetwas vorzuwerfen, um sich selbst moralisch zu erhöhen.

  • guppy. Das mit Rechnungen mache ich auch manchmal, aber da eher bei Privatpersonen und wenn ich merke, dass das irgendwelche Kinder / Teenager sind. Allerdings liegt die dann auch eher so um die 10,- Eur und soll eher ein Denkzettel sein.

  • obwohl, grade mit einem Provider telefoniert, da sitzt Kopierer anonym in Griechenland und fühlt sich scheinbar sicher, ich soll ihm die Links zu den kopierten Seiten schicken - er schreibt den Kunden an, wenn er nicht reagiert will er die Domain vom Netz nehmen. Schön!

  • Da sollen ja auch gelegentlich Shops, die mit Seide handeln und zufällig meine Bilder und Texte eingebunden hatten, auf ganz mysteriöse Weise vom Hoster gelöscht worden sein, hab ich gehört. Ist halt Dumme, wenn der Shop auf ner Subdomain lief^^

    Zitat von Margin;12059

    Ich mach das in solchen Fällen jaaanz anders: Ich kontaktier den Hoster, wenn der Betreiber nicht erreichbar ist oder sein will. Bislang hatte ich das amüsante Vergnügen, dass die betroffenen Domains anschließend stets in Null Komma nix komplett vom Netz waren :bad:

    Wer zuerst "Datenschutz" sagt, hat verloren.

  • Zitat von Synonym;12067

    Das kannst Du doch nicht machen... Die Griechen haben doch eh kein Geld.... Nimm denen doch nicht die wohl einzige Einnahmequelle weg :)


    Das ist kein Grieche, nur ein ausgewanderter deutscher Drecksack!

  • Mich interessiert jetzt mal, wie ihr Contentklau definiert.


    Sind es eure Texte, die in ähnlicher Weise auf anderen Pages auftauchen oder sind es auch komplette Abschnitte von euren Websites, die ähnlich irgendwo im Netz wiederzufinden sind?


    Also wenn ich jetzt über ein Thema schreibe, ist es ja ziemlich wahrscheilich, dass ein ähnlicher Artikel darüber schon irgendwo existiert. Das ist doch dann kein Contentklau?!